Fähre Wellington (Nordinsel) – Picton (Südinsel) 07.01.2013

Heute wird es aufregend. Wir fahren auf die SÜDINSEL!

Um 6.45 gibt’s Frühstück, Porridge noch einmal, Markus berühmten – und dazu wieder so einen leckeren Kaffee. Vorher haben wir unsere sieben Sachen zusammengepackt, der große Rucksack ist arg schwer. Ich dachte, ich könnte ihn dort lassen und mit dem kleinen auskommen, aber es findet sich noch meine Jacke, meine Kulturtasche, die kleine Kameratasche – und schließlich ist er fast voll. Markus und Vivian bringen uns die 150 Stufen hinunter zum Taxi. See you in three weeks! Gegen halb acht hat sind wir am Fährterminal. Wir checken unsere Koffer ein, änhnlich wie beim fliegen und besteigen so, um drei Gepäckstücke erleichtert, die Kaitaki (maori Begriff für Challenger)… (früher eine alte Englandfähre). Das Schiff hat schon einige Jahre auf dem Buckel!

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So sehen die Fähren aus.

Der Platz im Restaurant gefällt mir gar nicht, die schöneren Platze zum Bug hinaus sind schon belegt. Ich finde aber nette Plätze hinter der Bar, in einem verglasten Teil, dort kann man auch nach hinten hinausgesehen und zu den Seiten herausgucken, nur die Stühle findet Wolfgang unbequem. Ich gebe ihm meine Kuscheljacke zum unterlegen. Ich schreibe den Bericht von Sonntag und bin gerade zur Abfahrt damit fertig. Nun erstmal raus und Fotos machen!

Die Sonne ist rausgekommen und es ist wenig Wind, im Gegensatz zu Sonntag Abend. Wir sehen Flugzeuge, die gleich in Wellington landen werden und schauen der entschwindenden Stadt, die wir nun schon etwas besser kennen.

Wellington entschwindet im Dunst

Wellington entschwindet im Dunst

im Marlborough Sound, auf der Fähre von Wellington (Nordinsel)  nach Picton (Südinsel)

im Marlborough Sound, auf der Fähre von Wellington (Nordinsel) nach Picton (Südinsel)

 

Der Blick zurück in die Sonne, mit glitzerndem Wasser, Bergsilhouetten und einem kleinen Leuchtturm ist wunderschön! Haben wir wieder ein Glück mit dem Wetter für diese Überfahrt! Das ist hier nicht immer so.

Dann gibts eine zeitlang nur noch Wasser zu sehen. Ich schaue mich auf dem Schiff um und finde einige Prospekte. Wolfgang blättert darin und ändert unsere Reiseroute, Abel Tasman Nationalpark muss doch sein. Er zeigt mir Fotos von tollen Sandstränden, kristallklarem, blauem und türkisfarbenem Wasser und strahlendem Sonnenschein. Bei Abfahrt und Ankunft sind wir lange an Deck. Ich fühle mich an die Titanic erinnert, besonders vorm Anlegen, die Leute auf den verschiedenen Decks werden aufgerufen, wann sie zu ihren Autos gehen sollen zB. und dies mehrfach mit nettem und bestimmten Tonfall der Crew.

Bald werden die ersten Felsen der Südinsel sichtbar. Oh, schnell den Fotoapparat gezückt und raus. Die Fahrt in die Marlborough Sounds ist einmalig schön. Wir schauen und staunen. Einige Sportboote sind unterwegs, hier und da sieht am am Wasser oder am Berg mal ein Haus, einen Bootssteg, selten mehr.

Irgendwann wird Picton sichtbar. Es dauert noch eine ganze Weile, bis die große Fähre angelegt hat, weitere Zeit für schöne Aufnahmen von Picton, das eingekuschelt in ein zum Meer hin geoffnetes Tal liegt. Viele Boote schaukeln neben dem Fahrhafen in der Sonne. Ein kleiner Traum!

Picton, Südinsel Neuseeland

Picton, Südinsel Neuseeland

Bis wir tatsächlich von Bord gehen ist es schon 12h, um halb zwölf war die Ankunft geplant. Es dauert alles – und wir haben ja auch Zeit. Ein junger Mann, der sich als Brick vorstellt und von unserem Campervermieter Pacific Horizon kommt, steht beim Terminal mit einem Schild „Witt-Frey“ in der Hand, holt uns ab. Da ich die erste Anfrage an Steffen gestellt hatte, bin ich immer wieder als Kontaktperson gelistet. Wir warten und bekommen unsere Koffer, alles gut!

Ein paar Minuten später sind wir bei der Vermietungsstation angekommen, aber unseren Camper dürfen wir noch lange nicht betreten, erstmal die Formalien! Ich werde zwischendurch ungeduldig, alles geht langsam, die Papiere will er sehen, Führerschein, Kreditkarte, dann geht’s um die Versicherung, den Navigator. eine Wifi Einheit haben sie nicht. Dann endlich die Einweisung am Auto! OLYMPUS DIGITAL CAMERAAber zuerst außen herum sie Besichtigung, jeder Kratzer und jede Schramme wird festgehalten in einem Protokoll. Dann noch das Technische, Ver – und Entsorgung etc pp. Ganz gut, dass ich mich mit Campingclo zB auskenne. Wir stellen fest, dass der Stauraum sehr begrenzt ist und fragen, wo man Kunststoffklappkisten kaufen kann. Leider nich hier sondern in Belham, 25km entfernt! Ok, nutzt nichts, wir lassen unser Gepäck an der Station und machen unsere erste Probefahrt nach Belham zum Warehouse. Sie haben keine klapprigsten aber Kunststoffkisten mit Deckeln in diversen Großen mit und ohne Rollen. Wir überlegen nicht sehr lange und kaufen 3 kleine für Kuchenutensilien und Kleinkram  und 2 große für Klamotten. Im Nachhinein hatten wir die evtl auch sparen könnten, denn nun habe ich doch mehr in den Schranken untergebracht als erwartet.

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Mit den Kisten geht’s zu KFC, wir haben Hunger! Dann zurück zur Station, packen. Um 17h sind wir endlich wirklich startbereit. Als erstes fahren wir nun Lebensmittel einkaufen. K.o. und verschwitzt suchen wir die wichtigsten Sachen zusammen, bei KFC hatte ich schnell eine kleine Liste geschrieben. In dem Supermarkt finde ich es anstrengend, das Suchen und das Entscheiden! Ich fühle mich wie wie unter Drogen. In dem netten New Market in der City von Wellington war es wie mit Feng Shui, VEL schöner! Wir einigen uns aber ganz gut und haben schließlich alles fürs Erste beisammen, zB Kaffee, Milch, Butter ein Brot, Bier, etwas Gemüse etc etc. An der Kasse wird alles in schwarze dünne Plastiktüten verpackte, toller Service! kosten: ca. 160€. Zuhause schätzungsweise max. 120€. Die Preise sind gepfeffert! Dann noch alles ins Auto. Jetzt kurz ins Wasser! In Picton ist ein kleiner Strand ein Stueck neben dem Fährhafen. Ah, was für ein Genuss, das erste Bad! Ich finde das Wasser angenehm.

Ich hätte nichts dagegen, hier am Hafen gemütlich zu sitzen und Seafood zu essen, es ist sehr nett. Aber Wolfgang hat sich für den ersten Abend mit dem Camper eine Stelle am Charlotte Sound ausgeguckt und wahrscheinlich ist es dort auch viel schöner!

Um 18.30 machen wir uns auf den Weg. Die Tour zieht sich hin, atemberaubende Ausblicke und eine kringelige Straße. Wir finden einen Platz am Kenepuru Sound, ca.  20.15- aber ein Anwohner macht uns darauf aufmerksam, dass man nur innerhalb der Absperrung stehen darf, und dort stehen schon zwei quer zum Wasser, also müssen wir weiter. Dann nochmal ein stop- auch hier geht’s nicht. Inzwischen kommt wieder Wind auf und Wolken und es wird Zeit, dass wir einen Standort finden. Und wir finden ihn auch, direkt am Wasser. Um draußen zu sitzen ist es zu frisch und windig, die Sonne ist nun auch weg. Wir sind ganz zufrieden für den ersten Abend. Ich koche die Frischeinudeln und eine leckere Sauce mit Bacon und Weißwein ( fertig aus dem Kühlregal) und wir trinken das Ale bzw. Alsterwasser mit Ale angemischt. Langsam wird es dunkel. Das Bettenbauen ist eine kleine Kunst, die Wolfgang heute übernimmt. Man muss alles in der richtigen Reihenfolge abarbeiten! Das Bett ist etwas hart aber schön groß.

Unsere erste Nacht in unserem neuen Zuhause für die nächsten Wochen!Neuseeland Januar 2013 948

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