Inselstille

Morgens um kurz nach sieben ist es noch kühl… zehn grad. Kaum einen Menschen treffe ich unterwegs, doch beim Bäcker ist es schon voll. Der pampige Hotelfrühstücker, der mich gestern mit seiner Beleidigung an meine Grenze brachte, schläft wohl noch. Heute hätte er seine Ruhe, denn ich bin schnell mit dem Rad da, heute ohne Hund – und störe nicht die morgendliche Inselruhe. Immer wieder bin ich davon fasziniert. Denke ich zuhause, es ist ruhig, so spüre ich erst hier den Unterschied zwischen Dorfruhe und Inselstille. Hier ist es wirklich still. Wenn dann noch der Wind eine Pause macht, könnte man eine Stecknadel fallen hören. Zwei Tage lang war das der Fall. Ich lausche in die Stille hinein. In der Ferne lacht eine Möwe. Wieder einmal kommt mir der Gedanke, wie es wäre, für immer hier zu sein. Aber es ist wohl die Abwechslung, die die Stille so besonders macht. wie wäre es, das immer zu haben. Könnte ich es aushalten? Mit zunehmendem Alter glaube ich, ja – dann wieder denke ich an meine Lust, mit anderen Menschen zusammen zu sein – NETZWERKEN – will ich darauf verzichten? Gerade jetzt, wo conneXtions so gut anläuft? Wie läßt sich beides verbinden?

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