Verwirrung

Sabine ist in Hamburg. Zum schreiben, was sonst! „Supervision“ schreibt sie.

Oft frühstücken wir, wenn sie in Hamburg ist, am Sonntag um 7.30 in einem Bäckerei Cafe in Winterhude. Ich stehe gern früh auf. Der Sonntag ist dann gefühlt länger. Heute also kein gemeinsames Frühstück, dennoch bin ich früh wach. Mein Traum war stressig, es ging um Amrum, wir waren zu Dritt dort, am packen, das Wohnzimmer war unordentlich, es wurde knapp mit der Fähre, sie sollte um 20.30 fahren, wir waren nicht fertig, es war 19:45.. ich trieb die anderen an. Dann wachte ich auf. Ich hatte ein blödes Gefühl, also blieb ich auf, setze mich an meinen Schreibtisch und schrieb. Ich sortierte Geschichten. Von Schreib-Freude zu meinem Erfolgsblog, finde Textentwürfe… so viele lose Enden! Ich habe diverse Seiten offen, öffne ein zweites Browser Fenster (Mache ich seltener, und wenn schiebe ich es unten in die Leiste…), um beide Blogs besser nebeneinander sehen zu können… nur heute bin ich unsortiert, ist ja auch Sonntag, da darf ich das, gucke hier und da, gerate in altes Verhalten, fange vieles an… kriege gefühlt nichts fertig. Ich bin wirr im Kopf und finde keine Reihenfolge mehr, springe hin und her. Das zweite Fenster ist irgendwann hinter allem möglichen anderen verschwunden, und ich vergesse es. Irgendwann finde ich es wieder, aber da bin ich mit dem Text schon ganz woanders. Ich muss noch checken, ob jetzt alles da ist wo es sein soll…Nebenbei bearbeite ich meine Startseite von connextions, formatiere den Text, ergänze ihn mit einem Teil meiner sechszig Sekunden Präsentation.

Das jedenfalls ist nachher fertig. Und die Geschichte zu meiner Kreativliste auch. Speichern. Beenden. Und es ist Aufräumzeit, ich sortiere. Auch digital. Anfassbare Dinge sind schon ausgewandert, zum Beispiel eine Menge Papier. Bücher, die ich verschenken will. Ein ganzer Stapel „Happiness“ Zeitschriften wohnt nun bei einer Freundin, fürs Wartezimmer sozusagen. Eigentlich ja ein Jammer, viele habe ich nicht wirklich gelesen, die meisten nur flüchtig durchgeblättert, wenn überhaupt…

Im Moment bin ich ganz wild drauf auszumisten. Nach dem ersten Durchschauen noch ein zweites Mal, vielleicht ein Drittes. Nur was dann noch bleibt, wird aufbewahrt. Der blaue Eimer mit dem Papiermüll wird am Donnerstag endlich geleert, dann ist Platz für neues Altes.

Ich schweife ab.. mir fällt das neue Buch ein „Einen Scheiß muss ich“, Schatzi wollte es neulich kaufen udn dann doch nicht, war ihm zu teuer. Heute kam er wieder drauf. Nun guck ich wieder…und suche bei Google nach einer Leseprobe, schreibe aber „Lebensprobe“ ah, spannend. Sofort mal googeln. So bin ich schon oft auf spannende Dinge gekommen. Notwendig? Dauerhaft? Auf den ersten Blick kommt heute da nix was mich inspiriert bei „Lebensprobe“. Also die Seite schliessen, zurück zu meinem Artikel hier…

Ah.. ich wollte doch noch…??!

Worüber wollte ich eigentlich schreiben?

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