Was willst Du wirklich

IMG_0689Was willst Du wirklich, wie willst Du leben ? fragte Heike Hoch beim letzten Treffen der Coachinggruppe am Dienstag der vorletzten Woche. Ja, was will ich? Schreiben gehört dazu. Auf jeden Fall! Heute war EIGENTLICH der Keller dran, und ich habe ja inzwischen heute auch Platz geschaffen für den Schrank, den es aufzubauen gilt, damit alles seine Ordnung hat und meine Tochter in einer Woche dort ihren 18. Geburtstag feiern kann. Die Große! Ich bin so froh, dass endlich wieder „Grund reinkommt“ in das Chaos im Keller und richtig heiss drauf. Endlich ein Ziel!

Heute morgen wollte ich einfach nur ANFANGEN mit dem newsletter, vor dem Frühstück. Es ist immerhin ein besonderer. Zum zweijährigen conneXtions Jubiläum, heute, am 1. Dezember 2012. Deshalb sollte er auch HEUTE raus. Wäre da nicht der Keller und dieser Schrank… die Pflicht und das „ich muss zuerst“, „ich sollte“.

Nein, heute ist es anders.

Vor dem Frühstück komme ich so gut rein ins Schreiben, dass ich beschliesse, erst noch weiterzuschreiben und die Pflicht etwas nach hinten zu verschieben. Mein Mann stimmt zu und scheucht mich an den Schreibtisch. Vielleicht hat er verstanden, wie wichtig das Schreiben für mich ist. Das wäre schön! Ich drohe ihm, es könne dann bis 13Uhr dauern, wenn ich erstmal dabei bin. Es sollte eigentlich ein Witz sein. Aber andererseits, ich kenne mich. Da gibt es so viele kleine Korrekturen und hier und da Streichungen, Ergänzungen, bis ich zufrieden bin. Tatsächlich schreibe ich bis 12.30h. Und fertig bin ich immer noch nicht, aber nun gehts nur noch um Feinheiten, Korrekturen, Rechtschreibprüfung.

Ich begeben mich in den Keller. In ungefähr einer Stunde habe ich alles so weit an die Seite geräumt, dass genug Platz ist, um den Schrank aufzubauen. Ich bitte meinen Mann um Hilfe, der nach einigen Minuten mit gerunzelter Stirn erscheint. Er rückt mit mir einen kleinen Schrank zur Seite. Und verschwindet wieder. Ich puzzle eine zeitlang weiter, in freudiger Erwartung, dass er gleich wiederkommt. Kommt aber nicht! Denn, er ist gerade mit anderen, wichtigeren Dingen beschäftigt ist (Steuern… das finde ich auch echt richtig klasse, dass er sich darum kümmert! Es wird Zeit!) Also entschliesse ich mich, nachdem ich die Schrankteile schon mal alle herangeholt habe, so dass wir starten könnten… 4 Türen, 4 Schubladen, unzählige Regalbretter, 4 Seiten- und Zwischenwände, Rückwände… auch weiter zu schreiben. Und während des Schreibens überlege ich, den Aufbau des Schranks gänzlich auf morgen zu verschieben. Denn mit einem Mann, der keinen Spass hat, mit mir einen Schrank aufzubauen, habe ich auch keinen Spass. Ich kann ja statt dessen nur noch ein bisschen auszusortieren. Wenn es sein muss. Oder hat auch das Zeit? Nun sitze ich hier immer noch. Schreibe. Der newsletter ist längst raus. Einige mails sind geschrieben, als Benachrichtung an Freundinnen etc., die im newsletter erwähnt sind. Ich könnte jetzt… aber ich WILL nicht.

Denn da wartet noch diese Geschichte. Und wer weiss, was noch wartet, wenn sie fertig ist? Meine Worte und Sätze haben mich einmal wieder weggeführt von dem, was ich eigentlich wollte. Wollte ich wirklich? Was? Dieses Gefühl von heute morgen zurückholen. Im Moment bekomme ich es nicht wieder zu fassen. Ich versuche, danach zu greifen. Was war das? Eine grosse Ruhe und Zufriedenheit, ein hier und jetzt, wirklich dabei sein, schreiben, meiner Leidenschaft folgen. Ich war sicher, danach würde alles ganz anders weiter laufen. Ein Aha-Effekt, der sich auf mein weiteres Leben auswirkt, da bin ich sicher! Nicht immer dem ich wollte ja eigentlich… hinterherlaufen, sondern tun, was ich möchte. Dann geht alles andere auch weiter, danach.

Wäre ich jetzt im Keller und hätte ich gleich nach dem Frühstück begonnen, hätte ich die ganze Zeit das Gefühl, ich muss fertig werden, damit ich endlich tun kann, wozu ich wirklich Lust habe. Auch wenn ich am Aufräumen und Aussortieren gerade Spass habe und mein Ziel klar vor Augen, welches sich GUT anfühlt! Ein aufgeräumter grosser Keller, in dem man feiern kann! Und das Schlafsofa-Problem ist dann auch aus dem Weg, im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Schlafsofa aus meinem Büro kommt in den Keller und ist dort nützlich zum sitzen und schlafen – und ich bekomme endlich mein rotes Sofa ins Büro. Dazu muss ich aber erst das Büro aufräumen!! :-))

 

 

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