Kann ein iphone 18 Stunden tauchen?


Es begann wie ein normaler Mittwoch


Am Abend: Heute mal duschen ohne Sport. Was das denn mit dem Titel zu tun hat fragen Sie sich? Etwas Geduld. Also kein Sport, duschen ja. Weil ich etwas unterkühlt war. Dann fühlt es sich immerhin so ähnlich an wie nach dem Sport. Nach 12 Stunden Unterwegssein war ist meine Lust, noch wie geplant zum Fitness zu gehen, arg gebremst…

Morgens war BNI Meeting gewesen, diesmal länger, Training, von 7-10 Uhr, hiess also: um 5h aufstehen. Nach dem Unternehmertreffen kurzes Meeting mit dem künftigen Führungsteam.

Wellness mitten in der Woche

Danach gönne ich mir mal -mitten am Tag! – einen Friseurbesuch in meinem Lieblingssalon Toni&Guy. Samstag hatten sie keinen Termin mehr für mich. Dieser Friseur, der für mich so viele positive Anker hat! Noch viel lieber wäre ich natürlich in Stuttgart und ließe mich von meiner Tochter schön machen. Ich ahne ja noch nicht, was mich danach erwartet. Nachdem ich zweimal um den Block gekurvt bin, finde ich um die Ecke einen Parkplatz. Einer fährt gerade raus.

Besser hätte ich einen anderen Platz gefunden…

Bis hier noch alles wie geplant…

Wenn ich in einen Friseursalon gehe und vor dem Spiegel sitze, sieht – vor dem Schnitt der Kopf verheerend aus! Viel schlimmer noch als morgens im Bad… Das liegt an dem Licht von oben, erklärt mir Zein. Na gut, das wird sich ja nun ändern. Ich habe Spaß, kenne die Mitarbeiter fast alle. Wir machen Fotos und ich zeige ein aktuelles Bild meiner Tochter. Nach der gesamten Prozedur von ca. 90 Minuten fühle ich mich beim Blick in den Spiegel wieder wohl. Dann begebe ich mich zum Auto. Das Handy ist fast leer, ich hab so ein mobiles Aufladegerät und lasse es dran… erster Fehler!

Eine unbedachte Aktion – das Chaos ist perfekt


Am Auto angekommen, packe ich Tasche und Handy samt Kabel auf den Rücksitz, entscheide mich dann, das Telefon doch mit nach vorn auf den Beifahrersitz zu nehmen.

Anstatt das Gerät anzufassen, schnappe ich mir das Kabel, nehme es vom Rücksitz. Aufgrund des Gewichts des Telefons löst sich das Kabel und fällt elegant und steil senkrecht direkt in den Gully neben der Fahrertür…zack. Weg. Ich sage noch „nein!!!“, aber das Handy hört nicht auf mich und und verschwindet genau im Zwischenraum von zwei Streben des Gitterrostes… ich schaue ungläubig hinterher und fasse es nicht. Muss erstmal realisieren, was da gerade passiert ist. Und nun? Sicher ist unten Wasser drin, dafür ist esja ein GulliKann mein iphone schwimmen? Nein, es geht direkt unter. Ob es wasserfest ist? Ich bin fassungslos…

Im kleinen Restaurant gegenüber bekomme ich Hilfe. Ich darf mit einem geliehenen Handy telefonieren. Zunächst Hamburg Wasser anrufen. Das hat mir ein Polizist geraten, der gerade gegenüber herumlief, um Strafzettel zu verteilen… (ich bekam übrigens später auch einen, obwohl ich ihn bat, mich zu verschonen, nachdem ich ihm mein Mißgeschick geschildert hatte…) Hamburg Wasser fragte ich mich durch und schliesslich sagte man mir zu, mir zu helfen, jemanden vorbei zu schicken. Dann zuhause anrufen, die Verzögerung melden…

Ich gönnte mir einen Kaffee und wartete… Ohne Handy ist man ja quasi kein Mensch;-)

Rettungsversuch

Irgendwann kam der Kollege von Hamburg Wasser, inzwischen regnete es unaufhörlich, nicht wenig. Er probierte ungefähr eine Dreiviertelstunde, mein iphone aus dem Gully zu befreien… mit einer Art Schaufel, jedesmal wenn er sie herauszog, Luft anhalten… nur um wieder nasse Blätter und Wasser und Schlamm… er hatte sehr viel Geduld. Es regnete inzwischen immer mehr… Schliesslich gab er auf, wollte aber nochmal Jemanden mit besserem Rettungsgerät schicken.

Ich gab die Hoffnung nicht auf..

Wir tauchten Visitenkarten, er versprach, sich am nächsten Tag zu melden…Ich setzte mich ins Auto, meine Haare komplett naß (die schöne neue Frisur!) und von der Jacke tropft der Regen in den Nacken. Wellness? Ich glaub ich muss jetzt in die Sauna… Aber wenn man so handylos unterwegs ist, hat man unendlich viel Ruhe…schon bedenkenswert…

Am nächsten Tag…

Am nächsten Tag wartete ich gespannt und leicht gestresst auf den Anruf…und sagte mir immer wieder das wird schon. Meine unerschütterliche Zuversicht steht mir in solchen Momenten sicher zu Seite.

So gegen 11h rief ER an. Er hatte mein Telefon unversehrt geborgen. Er hatte es sogar schon angeschlossen, es funktionierte! Wahnsinn. Qualität macht sich eben doch bezahlt. Da ich ja gern mit Jedem ins Gespräch gehe, hatten wir währen des Rettungsversuch auch unterhalten und er hatte mir verraten, er wohnt nördlich Hamburg. Hamburg Wasser, da müsste ich einmal quer durch die Stadt, und das am Freitag.. (vor Corona…) ich sagte, Sie kommen doch sicher die A 23 lang? Nein, er führe mit dem Zug. Ok, sagte ich, dann komme ich zu Ihnen. Er: Aber ich fahre bis Thesdorf und werde von dort mit dem Auto mitgenommen. Kurz gesagt, wir trafen uns Thesdorf am Bahnhof, ich nahm mein unversehrtes Telefon in Empfang. Er wollte weder Geld noch eine Falsche Wein… ich bedankte mich sehr und wir trennten uns wieder.

Ende gut – Alles gut.

Mein Handy war voll funktionsfähig. Unglaublich. Nur die Bilder waren verschwommen (um 15h). Abends um 23.30 machte das Telefon auch wieder normale Fotos:)

Hamburg Wasser bekam eine Dankesmail.

Ganz ganz großes Danke an Nissis Kunstkantine für die Hilfe heute, so dass ich telefonieren konnte! An die Polizei Hamburg und besonders den Polizisten der ca. um 14h Am Dalmankai Falschparker aufgeschrieben hat und mir den Tipp mit der 115 gab, die BehördenInfoNummer, DANKE an HAMBURG WASSER besonders, ich hing zwar lange in der Warteschleife, aber es ging irgendwie weiter.. und dann an den Kollegen D.K., der ca. 45 Minuten versucht hat, mein iphone aus dem Gully zu befreien…zT bei Regen…und der mein unabkömmliches Kommunikationsgerät schliesslich befreite. DANKE an Euch alle!

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