Hören und Schreiben am 1. Advent

Innere Anbindung ist das Thema der Work Life Sense Gruppe auf XING In diesem November. Kürzlich wurde ich dazu eingeladen. Innere Anbindung ist IMMER ein wichtiges Thema. Immer. Und jetzt erst recht, in dieser sehr besonderen, für Viele herausfordernden C-Zeit. Fragen wir uns bei Allem auch nach dem Guten, was passiert.

Manche haben zu viel Arbeit, Andere wissen nicht, wie sie überleben sollen. Die meisten sind verunsichert. Was wird morgen sein? Viele suchen nach kreativen Ideen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Manche finden sie. Auch das kommt oft von Innen. Und auch: Das Innen wird vom Außen angeregt.. und dann darf es aktiv werden. So ist es bei mir, wie Du an diesem Text siehst. Ich liebe die Sendungen am Sonntagmorgen, die genau dies auslösen. Wenn ich dann auf noch geöffnete Dokumente aus meinem intensiven Netzwerken schaue, auf meinem Bildschirm, sind die mir plötzlich fremd und passen so gar nicht…ich schließe sie.

„Alles beginnt mit der Sehnsucht“ schreibt Nelly Sachs in einem wunderschönen Gedicht. Gerade wird es im Radio zitiert. Sehnsucht nach Tiefe, Sehnsucht nach Liebe, Sehnsucht, dazuzugehören. Die ist einfach da. Und die Anbindung nach innen auch. Das Eine geht nicht ohne das Andere. Wie bekomme ich die Anbindung hin? Mit stillen Momenten, mit Musik. Bei mir ist das zum Beispiel Johann Sebastian Bach oder auch Reinhard Mey. Seit kurzem teste ich einen Streaming Dienst und finde dort Bekanntes wieder.

„Loslassen“ und „neue Wege“ sind weitere Stichworte aus der Sendung „Feiertag“ auf Deutschlandradio Kultur, die ich gerade im Ohr habe… ich nehme einzelne Worte auf und schreibe gleichzeitig.

Danach werde ich zur Musik wechseln, „Keine ruhige Minute“ hören und dabei wieder an meinen Sohn denken. Die Musik katapultiert mich direkt in eine ganz enge Verbindung zu meinem Herzen. Ich denke an meinen kleinen Enkel, der jetzt schon ein halbes Jahr ist und den ich bisher nur einmal sehen durfte, da meinem Sohn -wahrscheinlich- mein Überschwang und meine Liebe zu viel ist…mein Abschweifen, meine 100.000 Ideen. Auch hier heißt es für mich, im Kontakt mit ihm die Verbindung zu meinem Inneren halten…zur Ruhe kommen, Achtsamkeit ausstrahlen. Ganz da sein. Und jetzt, wenn ich daran denke, auch die Traurigkeit zulassen. Ich spüre das Geschenk eines kleinen Wesens, zweimal ja selbst erlebt mit Sohn und Tochter. Ich denke an das große Glück, das so großes Geschenk eine Kindes, in der Verbindung und Liebe mit meiner Tochter kommt das voll zum Blühen. Und ich spüre gleichzeitig die Traurigkeit des körperlichen Abstand-halten-Müssens. Nicht wegen C…

Bezüglich meines Sohnes kam die Traurigkeit dann vollends hoch, als ich den „Bach Kanal“ mit Chorälen einstellte… diese großartige Musik, Vieles selbst gesungen in der Kantorei (die auch leider gerade pausiert…). Musik, die direkt in Herz und Seele führt, zum Wesentlichen in mir.

Und wieder höre ich auf die Worte in meinen Ohren… „Seien Sie Kraftquelle für Andere“… gerade jetzt, in dieser Zeit, in diesem Advent. Für die, die es bitter nötig haben. Ich denke an den Witwer aus unserer Kantorei. Wir laden ihn oft zu einem kleinen Gespräch ein, trinken einen Kaffee zusammen. Es tut ihm gut und uns auch. Hier können wir ganz leicht etwas verschenken. Etwas Zeit. Unsere Ohren…;-) Und auch das geht nur mit der Kraft von innen, wenn ich mich ab und zu besinne, wenn ich mir auch Zeit für mich nehme…wie jetzt, beim Schreiben… da komme ich von Außen nach Innen. Oder wenn es, wie die Sprecherin gerade sagt, nur eine Minute der Achtsamkeit ist, ein Augen-Blick in den Himmel, in die Augen meines Liebsten.

„Digital unterwegs zu sein bringt manche Entdeckung, Überraschung“ höre ich. Auch der Sonntagsgottesdienst im Radio. BLOGS zum Thema Achtsamkeit. Glück, Liebe. Vielleicht kennst Du einen und postest den im Kommentar für Alle.

Vielleicht magst Du ja hier als Kommentar auch etwas Persönliches teilen, vielleicht kennst du die Wirkung bestimmter Musik. Es ist ja bei Jedem etwas Anderes…

Nimm Dir aus diesem Menü und den kleinen Inspirationen, was Dir heute gut tut. Für einen schönen Advent. Trotz allem. Gerade jetzt. Mit Liebe, Humor und Vertrauen, dass alles wieder gut wird. Bald. Dass wir uns wieder die Hand reichen können, in die Arme nehmen dürfen und wirkliche körperliche Nähe spüren…Alles Liebe für Dich!

PS…

Und dann war da noch dies: In meiner zweiten Sonntagmorgenlieblingssendung Glaubenssachen (auf NDR Kultur, heute mit dem Titel „Süßer die Glocken nie klingen“ ) lautet da doch der erste Satz: „Es kommt nicht so häufig vor, dass man beim Schreiben von dem ‚umhüllt‘ wird, gewissermaßen, mit dem man sich gerade beschäftigt…“ ist das nicht interessant? So ein Zu-fall.

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